Windkraft im Wald: Verantwortung übernehmen, Chancen nutzen

Windpark Waldeshöhe

Die Energiewende findet nicht irgendwo statt – sie findet auch bei uns in Südwestfalen statt. Deshalb haben wir uns als Fraktionsgemeinschaft FDP/Grüne im Regionalrat Arnsberg bei einer Sonderfraktionssitzung intensiv mit dem Thema „Windkraft im Wald“ beschäftigt und den Windpark Waldeshöhe bei Sundern-Stockum besucht.

Der Windpark befindet sich weitgehend im Aufbau. Insgesamt sollen dort zwölf Windenergieanlagen mit Nabenhöhen von rund 160 Metern künftig Strom aus erneuerbaren Energien in das örtliche und überregionale Stromnetz einspeisen. Rund 130 Millionen Euro werden in das Projekt investiert.

Für uns ist der Ausbau der erneuerbaren Energien eine zentrale Zukunftsaufgabe. Gerade für Südwestfalen mit seiner starken Industrie ist eine sichere, bezahlbare und zunehmend unabhängige Energieversorgung ein wichtiger Standortfaktor. Wir wollen die Chancen der Energiewende nutzen – und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie vor Ort verantwortungsvoll umgesetzt wird.

Deshalb haben wir uns vor Ort nicht nur über die technischen und wirtschaftlichen Aspekte informiert. Wir haben auch kritisch darüber gesprochen, welche Auswirkungen Windenergieanlagen auf Wald, Böden, Wasserhaushalt und Landschaft haben können. Flächenverbrauch, Versiegelungen und notwendige Erschließungswege müssen ebenso berücksichtigt werden wie geeignete Ausgleichsmaßnahmen.

Ebenso wichtig ist für uns eine transparente Information der Menschen vor Ort. Die Erfahrungen aus Sundern zeigen, welchen Stellenwert frühzeitige Information und Dialog haben können. Bei der Entwicklung des Windparks wurden zahlreiche Informationsfahrten durchgeführt, um den Bürgerinnen und Bürgern das Projekt näherzubringen.

Als Mitglieder des Regionalrats tragen wir Verantwortung dafür, geeignete Flächen für die Windenergie planerisch zu ermöglichen. Mit der Ausweisung von Windenergiebereichen schaffen wir die Grundlage dafür, dass Projekte dort entstehen können, wo sie planerisch sinnvoll und vertretbar sind. Gleichzeitig müssen die unterschiedlichen Belange sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Unser Anspruch ist deshalb klar: Wir wollen die Energiewende gestalten, statt sie zu blockieren. Dabei setzen wir auf einen Ausbau der erneuerbaren Energien, auf verlässliche Planung und auf einen offenen Dialog mit den Menschen vor Ort. Die Belange von Natur und Landschaft müssen dabei genauso ernst genommen werden wie die Anforderungen unserer Wirtschaft und die Notwendigkeit einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Unser Besuch in Sundern hat uns erneut gezeigt: Südwestfalen hat die Chance, seine Energieversorgung ein Stück unabhängiger zu machen und gleichzeitig regionale Wertschöpfung zu stärken. Diese Entwicklung wollen wir als Fraktionsgemeinschaft FDP/Grüne konstruktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zum Windpark Waldeshöhe:
https://www.trianel-erneuerbare.de/referenzen/trianel-windpark-sundern